Initiative Altpapiertonne

Jetzt drehen sie völlig durch. Kulturstaatsminister Bernd Neumann läutete heute die „Nationale Initiative Printmedien“ ein. Junge Leute würden immer weniger Zeitungen und Zeitschriften lesen, wird da beklagt.

In das gleiche Horn stoßen WELT-Chefredakteur Thomas Schmid (der mit dem größten Newsroom Europas, mit der Devise „Online first“ und den unter seiner Marke 1:1 ins Web abgekippten Pressemitteilungen) und Susanne Gaschke von der ZEIT (das sind die mit dem frischen Online-Redaktionsleiter Wolfgang Blau, der unlängst zu viele Tageszeitungen in Deutschland ausmachte). Gaschke wird bei kress.de mit frustrierten Beschwörungen zitiert wie „Wir müssen wirklich daran glauben, dass die Zeitung mehr zu bieten hat als das Infromationsfrikassees aus dem Internet.“ Und: Das „Geraune irgendwelcher Blogger“ werde für erfolgreicher gehalten als das Geschäft mit bedrucktem Papier.

Welch elendes Gejammer!
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Alle gegen alle

Er ist alt, er ist weise. Und er denkt auch an die jüngeren Menschen: Altbundespräsident Roman „The Ruck“ Herzog. Jetzt warnt er vor einer Ausplünderung der Jungen durch die Alten. Schließlich steigt die Zahl der Wähler im Rentenalter, also würden sich die Parteien ekelhaft opportunistisch den Alten anheischig machen.

Wie bei den mutmaßlich diskriminierten Frauen hört man an allen Ecken und Enden stereotypes Gejammer der Rentner. Schließlich hätten sie das alles aufgebaut, hätten schwere Zeiten gehabt. Und jetzt, im Alter, sollten sie nicht mehr so weiterleben können wie vorher.

Klar haben sie aufgebaut. Klar haben sie es schwer gehabt. Schwer haben es heute auch viele Jüngere. Aber die können nichts mehr aufbauen. Die können nicht ansatzweise die Wertzuwächse erreichen, die ihre Eltern erlangt haben. Ein jetzt berenteter Arzt konnte sich Auto, Haus, ordentliche Altersabsicherung und viele tolle Reisen, ein Segelboot erwirtschaften. Heute ist das nicht mehr drin.

Die Rentenversicherungsbeiträge der Jungen werden unmittelbar auf die Konten der Rentner überwiesen. Es gibt keine Rücklagen für die Zeit, in der die jetzt Jungen nicht mehr arbeiten können. Also müssen sie zusätzlich auch für sich sorgen. Was bleibt? In jedem Falle nicht genug, um durch Konsum die Wirtschaft anzukurbeln. Die meisten jungen Menschen, die heute bei uns reich werden, werden dies durch Erben.

Herzog mag Recht haben oder auch nicht. Fakt ist, die Gräben werden immer tiefer, die unsere Gesellschaft durchziehen. Alt gegen Jung, Frauen gegen Männer, Migranten gegen Einheimische, Gebildete gegen Hauptschulabsolventen. Also fast jeder gegen jeden. Wir sind ein Volk der Missgunst und der Unsolidarität. Innerlich sehnen wir uns aber nach einer Leitfigur, die uns wieder zusammenschweißt. Wie bei der WM der Klinsi – oder wie 70 Jahre vorher der…

Go for Hot Magenta!

„Heute durften wir uns die beeindruckenden neuen Autos und Modelle von Ford anschauen. Manches befindet sich noch in der Entwicklung wie zum Beispiel der neue Fiesta in der mir sehr zusagenden Farbe Hot Magenta. Hier zeigt sich, welche Innovationskraft mit dem ‚Nutzgegenstand‘ Auto in schicker und ansprechender Form verbunden ist.“

aus der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Besuchs der Ford-Werke am 1. April 2008 in Köln

Die Heizer

Bundesumweltengel Gabriel hatte sich unlängst auf dem SPD-Parteitag in Hamburg leider undokumentiert unter einen Heizpilz verirrt. Vermutlich genoss er dort die politische Uncorrectness, die ihm warm das Haupt und die verspannte Nackenpartie streichelte. Wenige Tage später stellte er fest, ein Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen sei nicht notwendig, denn die paar Millionen Tonnen Kohlendioxid, die so eingespart werden könnten, würden nicht so ins Gewicht fallen. Es seien ja nur knapp ein Prozent von der Menge, die man in den nächsten hundert (oder waren es tausend?) Jahren in Deutschland einsparen will.

Warum tun sich denn die „Volksvertreter“ so schwer mit einem Tempolimit, wie es inzwischen in jedem anderen europäischen Land gilt? Warum müssen sie erst von ihren Parteimitgliedern quasi gezwungen werden, wie in Hamburg geschehen? Kein Politiker benennt die vielleicht nur fünf Verkehrstoten, die durch ein solches Limit jedes Jahr am Leben geblieben werden. Aber vielleicht fallen diese fünf bei den vielen Verkehrstoten jedes Jahr auch nicht so sehr ins Gewicht. Zum Beispiel die Frau, die mit ihrem Kind an einem Baum verunglückt, als von hinten ein vorsätzlich aggressiv aussehendes deutsches Auto aus dem Nichts mit über 200 angeschossen kommt.

Aber Glühbirnen verbieten – darüber denken sie laut nach. Da stimmt doch was nicht…

„Was den Amerikanern ihr Waffenrecht ist, ist den Deutschen ihr Recht zum Gas geben.“ (Frank Plasberg in „Hart aber fair“ am 21. Oktober in der ARD)

Männlich ist unmenschlich

„Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“

(Satz aus dem neuen SPD-Grundsatzprogramm, der vom Hamburger Parteitag per Mehrheitsbeschluss eingefügt wurde.)

Wer das richtig liest, wird festellen, dass augenscheinlich eine männliche Gesellschaft nicht menschlich sein kann. Da es aber in der Regel wenn überhaupt nur männliche und weibliche Gesellschaften geben kann (die sächliche klammern wir hier mal aus), muss die Gesellschaft also entweder geschlechtsneutral (gegendermainstreamt) oder weiblich sein, damit sie dann auch menschlich ist.

Aber warum? Männer morden mit der Axt, Frauen hingegen mit Gift. Warum ist Gift besser als die Axt? Warum ist Männliches unmenschlich, warum kann nur Weibliches oder Sächliches menschlich sein?
Warum heißt es überhaupt „die Gesellschaft“? Damit ist die Gesellschaft doch bereits weiblich. Müsste es doch mindestens heißen: „Wer der/die menschliche Gesellschaft will, muss den/die männliche überwinden.“

In dieser Verbalblase bleibt die Frage offen, was denn überhaupt mit einer „männlichen Gesellschaft“ gemeint sein könnte. Erst wenn das klar ist, kann man sich ausmalen, wie sie überwunden werden soll. Ob durch Niederschlagung, Kastration, Ausrottung oder durch Gift.

Die SPD verabschiedet sich vom Anspruch, eine Volkspartei zu sein – und wird zu einer Frauenpartei, in der Männer im übertragenen Sinne als Unmenschen angesehen werden.

Grabpflege im Reichstag

Grab der Bevölkerung Im Lichthof des Reichstags ist dringend friedhofsgärtnerische Tätigkeit angesagt. Der große Grabstein scheint bald bis zur Unkenntlichkeit überwuchert zu sein. Ob diese Anregung aufgegriffen wird, ist hier per Webcam zu sehen.Vielleicht ist aber auch die Ruhezeit für das Grab aufgelaufen und bald wird dort etwas Neues beerdigt. Z.B. die Toleranz.

Nabelschnur ab – und ab ins Heim!

„Du kommst ins Heim, wenn du nicht artig bist!“ Früher war das die schlimmste verbale Drohung. Auf der Schmerzskala unmittelbar vor der Ohrfeige. Ins Heim, das war ein ganz furchtbarer Gedanke. Dem Elternhaus entrissen. Umgeben von garstigen, demotivierten und schlecht bezahlten Erziehern.

Heute taucht die Drohung wieder auf. Nur anders. Sie richtet sich jetzt auch gegen die Eltern. Die DGB-Vizechefin und Vizechefin der CDU-Sozialaussüsse Ingrid Sehrbrock fordert, „dass der Besuch von Krippen, Kindergärten und Ganztagsschulen verpflichtend wird“. Damit fordert sie das staatliche Kind.

Dabei geht es plötzlich gar nicht mehr darum, insbesondere der Mutter durch derartige Angebote die Möglichkeit zu geben, nach dem Wurf gleich wieder ins Berufsleben einzusteigen. Es geht darum, Kinder so früh wie möglich professionellen, noch immer schlecht bezahlten, oft menschlich derangierten oder unmotivierten Erziehern zu überlassen. Die beschäftigen sich mit den Kindern, weil das ihr Job ist, weil sie dafür bezahlt werden – und nicht, weil die Kinder ihnen so sehr am Herzen liegen, wie dies bei den Eltern der Fall ist.

Opfer Merkel

Das geht ja gar nicht. Wenn ich meine Friseuse Friseurin beim nächsten Besuch als erstes einfach küssen würde, ich hätte sicher gleich die Polizei am Hals und ein Verfahren wegen sexueller Belästigung an der Backe.

Anders die Froschfresser. Da kommt ein Sarkozy aus Frankreich und wird gegenüber Frau Merkel vor den laufenden Kameras der Welt sexuell übergriffig. Hat Chirac sich noch mit den Händen begnügt, geht Sarkozy voll ran.

Wo ist der Aufschrei der Herrenfrauen ob dieser sexuellen Gewalttat? Wo sind die Feministinnen? Sind sie müde, sind sie satt?

Nun könnte man ja einwerfen, in Frankreich seien Küsschen gesellschaftlich etabliert. Das macht es aber nur noch schlimmer. Denn der Übergriff fand auf deutschem Hoheitsgebiet statt. Und hier gelten unsere Regeln. Es ist ja auch nicht akzeptabel, dass hier Frauen und Kinder geschlagen werden, nur weil das in irgendwelchen arabischen Gesellschaften so toleriert und üblich ist.

Wie schlimm der Vorgang in Wirklichkeit ist, wird deutlich durch die Maßnahmen der US-Weltpolizei. Der sechsjährige Jonathan Prevette hat 1996 einer Klassenkameradin einen Kuß auf die Wange gedrückt und wurde wegen sexueller Belästigung für einen Tag vom Unterricht und von einer Kinderparty ausgeschlossen. Diese Maßnahme wurde allerdings im folgenden Jahr vom Erziehungsministerium in Washington relativiert: „Ein Kuss auf die Wange durch einen Erstklässler ist keine sexuelle Belästigung“, heißt es in den neuen Richtlinien.

Sarkozy ist zwar neu als Präsident, ihn aber als Erstklässler durchgehen zu lassen, das geht nun doch zu weit.
Froschfresser küsst Frosch

Du kontrollierst den Klimawandel

Die Kampagne der Europäischen Kommission ‚Du kontrollierst den Klimawandel‘ hilft dem Einzelnen, seinen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Leider sind die Vorschläge zur Rettung des Planeten bislang sehr bruchstückhaft. Zur Vervollständigung bietet folo jetzt wichtige bislang noch fehlende Verhaltensmaßregeln:

Treiben Sie keinen Sport.

Die vom Menschen abgeatmete Atemluft enthält ca. 4% CO2. Pro Jahr kommen durch Ihre Atmung 315 kg CO2 zusammen. Dieser Wert bezieht sich auf den menschlichen Ruhezustand. Jede Form von sportlicher Betätigung erhöht den Ausstoß erheblich. Wenn Sie z.B. mit dem Fahrrad fahren, kann sich Ihr Atemvolumen dabei vervierfachen. Sie stoßen dabei rund 6 Gramm CO2 pro Kilometer zusätzlich aus.

Ohne körperliche Anstrengung bringen 82 Millionen Deutsche rund 26 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zusammen, 6,5 Mrd. Menschen weltweit stolze 2,05 Mrd. Tonnen. Jeder kollektive Atemzug mehr verursacht 128 Millionen Tonnen CO2. Zum Vergleich: Der CO2-Ausstoß aller PKWs in Deutschland liegt bei etwa 100 Millionen Tonnen.

Durch die Vermeidung von Sport reduzieren Sie außerdem Ihre individuelle Lebenserwartung, was sich zusätzlich positiv auf Ihren CO2-Ausstoß auswirkt. Vergehen Sie sich nicht an nachfolgenden Generationen und ziehen Sie ein umwelt- und sozialverträgliches Frühableben in Betracht. Die Vermeidung von Sport hilft Ihnen dabei.

Vermeiden Sie das Lesen von Büchern.

Jeder Europäer verbraucht rund 20 kg Papier im Monat. Nicht nur die Papierproduktion verschlechtert dabei die CO2-Bilanz. Auch der Transport von Büchern oder Zeitungen zum Leser schadet unserer Erde beträchtlich. Vermeiden Sie das Lesen von Druckerzeugnissen. Betrachten Sie statt dessen durch Ihr Fenster z.B. Ihre Balkonpflanzen, wie sie aus CO2 guten ehrlichen Sauerstoff produzieren.

Vermeiden Sie Schwangerschaften und Nachwuchs.

Jeder geborene Mensch führt zu einer erheblichen Zunahme der CO2-Emissionen auf unserer Erde. Helfen Sie, die Erde zu retten und vermeiden Sie Nachwuchs. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker oder bei pro familia über Wege zur Vermeidung von Menschen.

Reduzieren Sie Ihre Körperhygiene.

Der Verbrauch von Wasser, besonders erhitztem Wasser, verschlechtert Ihre persönliche Öko-Bilanz. Nutzen Sie Wasser ausschließlich zum Trinken. Vermeiden Sie ein Erhitzen wie für Tee oder Kaffee. Duschen oder baden Sie auf keinen Fall. Die Vermeidung von Waschungen hilft zudem, Ihren persönlichen Säureschutzmantel der Haut zu erhalten.

Schweigen Sie.

Ein Großteil des überflüssingen CO2-Ausstosses entsteht durch Sprechen. Ähnlich wie beim Sport erhöht sich mit jedem Wort der Ausstoß des Gases, das in wenigen Jahren unsere Erde vernichten wird (und uns alle mit). Mehr als 95 Prozent aller ausgesprochenen Worte sind für Ihr Überleben unnötig und überflüssig. Seien Sie still – und tun Sie unserer Erde damit einen Gefallen.

Lassen Sie Ihre Haustiere einschläfern.

Welche Zweck können Haustieren haben – außer Ihnen eine persönliche Genugtuung zu geben. Bedenken Sie aber: Diese Genugtuung vernichtet unsere Erde. Nicht nur die Atemluft Ihrer Tiere, auch die über die Fäkalien entstehenden gasförmigen Klimavernichter schaden unserem Planeten nachhaltig. Eine simple kostengünstige Spritze beim Tierarzt peppelt Ihre persönliche Ökobilanz erheblich auf.

Setzen Sie sich für Angriffskriege ein.

Das hört sich im ersten Moment unlogisch ein, da durch Bomben, Brände, Flugeinsätze und Schusswaffen zusätzliches CO2 produziert wird. Durch die getöteten Menschen reduziert sich aber der CO2-Ausstoß des angegriffenen Landes mittel- bis langfristig entscheidend. Dieser Faktor wurde bislang noch nicht den CO2-Emissionen der USA abgezogen.

Geben Sie jetzt eine persönliche Selbstverpflichtungserklärung ab, wie es bei deutschen Unternehmen schon seit Jahrzehnten Usus ist.